Was mich schon bei „moving landscape 03“ beschäftigte, nämlich die unkontrollierbare, freie Kamerabewegung, die von Naturgewalten beherrscht wird, kommt hier wieder zum Vorschein. Es werden nur noch der Ort und die Kraftaufwendung bzw. die Höhe des Wurfes oder Falles der Kamera von mir beeinflusst. Wie sich die Kamera bei ihrem Flug verhält, überlasse ich dabei dem Zufall bzw. den gegebenen Verhältnissen von Windstärke, Gravitationskraft, Luftdruck, Temperatur, Kraft und allen anderen Beeinflussungen. Aktion und Reaktion entsteht.
Nach anfänglichen Versuchen mit der Verwendung eines selbst gebauten Videofunks und eines in der Mitte aufgeschnittenen Schaumstoffballs zeigte die praktische Anwendung die Notwendigkeit eines technischen Überdenkens.
Es entstanden Innovationen wie eine Polsterummantelung und die semiprofessionell gebastelte Übertragung wurde durch einen 4 Kanal Videofunk (transvideo) ersetzt. Diese Neuerungen ergaben störungsfreiere Aufnahmen.
Die Sequenzen vermitteln mir ein Gefühl der Losgelöstheit, Schwerelosigkeit bis hin zum Orientierungsverlust. Die Verwendung eines Weitwinkelvorsatzes unterstützt diesen Eindruck, da er die Distanzen optisch verlängert und durch seine Raumkrümmung die Erde klein und überschaubar werden lässt.
Motivationen bei der Nachbearbeitung: Die praktische Eigenschaft des Mediums, problemlos Raum- wie Zeitsprünge zu bewältigen, inspirierte mich dazu, die verschiedenen Plätze optisch zu verbinden. Diese Äquivalenzen ermöglichen die fortlaufende Bewegung im Video. Die Bewegung beginnt mit einem zielgerichteten, senkrechten Wurf. Bedingte Folgen sind Drehbewegungen des Objekts in der Luft, welche verschiedene Ausschnitte der Umgebung zeigen. Der Punkt an dem geschnitten wird, ergibt sich durch die formalen Ähnlichkeiten des Himmels, die alle Aufnahmen gemein haben. Nach dem Ortswechsel fällt das Objekt wieder vom Himmel, wird wieder hochgeworfen, wechselt wieder so unbemerkt wie möglich den Ort, fällt wieder zurück und so weiter...
Der Schnitt zwischen Wurf und Fall, Aktion und Reaktion erzeugt landschaftliche Transfers.

The uncontrollable camera motion led by natural forces (which occupied me in ‘moving landscapes 03’) comes to surface once again. Here I only affect the location and force, alternatively the height of the throw or drop. The way the camera drops is left to chance, meaning the relation of wind-force, gravitational pull, air pressure, temperature, force and all other impacts.
In my initial attempts I used a video-transmitter, and a foam ball cut through the middle. Through practical application it became clear that a technical rethinking of the solution was necessary.
Innovations such as a pillow-coating and a semi-professional handicraft transmitter were replaced by a 4 channel video-transmitter (transvideo). The result of these improvements was an undisturbed recording.
These sequences give me a feeling of detachment, weightlessness and a loss of orientation.
These sensations are furthered by using a wide angle recording; it optically lengthens distances and by curvature of space gives us an overview, and reduces the size of the earth.
Motivation for post-procession: The practical characteristic of the medium (trouble-free accomplishment of leaps in space and time), inspired me to optically join the different places. These equivalences allow the consecutive motion in the video. The movement starts with an aimed vertical throw. Conditional consequences, such as rotation in the air, follow. These allow the viewing of different sections of the surrounding. All recordings have one similar spot; the formal similarities of the sky. This is also the spot at which all recordings are edited and cut. After changing location the object falls from the sky, is tossed up again, as unnoticeably as possible changes location, falls back again and so on…
The cut between throw and fall, action and reaction creates landscaped transfers

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