Die Schaukel wurde 1999 für eine Videoinstallation namens “Hydrophob” konzipiert, aber erst 2000 bei Michael Schultes in Wien produziert. Das Video entstand bei einem der ersten Versuche mit dem Prototyp. Als Testgelände wählten wir eine Verladevorrichtung für Eisenbahnwagons im Linzer Hafengebiet. Aus Gründen der unkomplizierten Montagemöglichkeit für das Objekt, dem freien Zugang und der relativen Vielseitigkeit der Aufnahmeperspektiven, entschieden wir uns für dieses Umfeld. Für das Video gab es weder Drehplan noch Storybord. Es war ein Spiel mit der Kamera. Beobachtung der Situation und Integration in die Bewegung der Schaukel ergaben die Motivationen für die Einstellungen. Der Videoschnitt versuchte das erlebte Gefühl zu konservieren. Körperzustände wie Schwindel, sowie die Weichheit von Schaukelbewegungen, die sich durch die Elastizität des Materials ergeben sollten mit Hilfe von Bildüberlagerungen übersetzt werden. Die übereinander gelegten Perspektiven sollen die veränderlichen Rollen von Beobachter und Akteur verdeutlichen. Ziel dieses Videos war es, den Betrachter das Gefühl von Schwerelosigkeit und Leichtigkeit zu vermitteln. Der Ton setzt sich aus gefundenen Geräuschen vom Gelände und einem Musikstück von Markant zusammen.
Objekt: Markus Gansberger, Verena Resch, Kamera: Jakob Pock, Verena Resch, Schnitt: Verena Resch, Musik: Markant

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